Das Leben in Deutschland 1945

1945 sah es für die deutsche Durchschnittsfamilie Müller ganz anders aus. Nach dem Krieg fehlte es am Lebensnotwendigen wie Nahrung, Kleidung, Kohle auch Wohnungen. Bundeswirtschaftsminister Ludwig Erhard etablierte die Soziale Marktwirtschaft. Sie sorgte Anfang der fünfziger Jahre für das Wirtschaftswunder mit außergewöhnlichen Wachstumsraten des Bruttosozialprodukts von jährlich durchschnittlich acht Prozent. Heute steigt es jährlich nur noch zwischen drei und einem Prozent.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften stieg, ebenso der Konsum. Unbefriedigte Bedürfnisse hatten die Menschen nach den Entbehrungen des Krieges genug. Langlebige Konsumgüter wie Kühlschränke, Staubsauger oder Autos hielten Einzug in die Haushalte.

Wirtschaftliche Freiheit und Wettbewerb waren die Grundpfeiler der Sozialen Marktwirtschaft. Aber der Staat schaute der Wirtschaft auf die Finger. Er sollte sie regulieren und kontrollieren. Um dem gefährlichen Zyklus von Boom, Abschwung, Krise und Aufschwung zu entgehen, hielt Erhard dazu an, Maß zu halten. Die Gewerkschaften sollten sich bei den Löhnen, die Unternehmen bei den Preisen und die Verbraucher beim Konsum zurückhalten.

Das Leben der Müllers in den fünfziger Jahren war ruhig. Die Menschen legten viel Wert auf das häusliche, familiäre Zusammensein, besonders an den Wochenenden. Die Tageszeitung und das Radio waren die wichtigsten Medien. Die Freizeit verbrachten die Deutschen in Sportvereinen oder sie besuchten das Kino.

zurück

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s