Don’t let it define you

English Version

Sir Ken Robinson hat eine besondere Art auf die Bühne zu gehen, wenn er eine seiner unterhaltenden Präsentationen zur Erneuerung der Schulen hält. In einem eigentümlich schaukelnden Gang kommt er sein eines Bein nachschleifend und mit einem Gehstock auf die Bühne. Wie beschwerlich das Gehen für ihn ist, kann man sehen und dass ihn sein körperliches Handicap im Alltag einschränkt, kann man sich vorstellen. Vielleicht bringt es ihm auch den ein oder anderen schiefen Blick. Alles Bedingungen, die an dem Selbstbewusstsein eines Menschen nagen könnten. Sir Ken strahlt jedoch ein beneidenswert authentisches Selbstvertrauen aus, wenn er seine Reden hält. Er ruht in sich und scherzt mit seinem Publikum, so dass man ihn einfach mögen muss.

Seine Behinderung ist Teil von ihm, aber nicht das Wichtigste an ihm. Er lässt sich nicht allein durch sein Handicap definieren. „Don’t let it define you“, sagt der Beziehungscoach Matthew Hussey, wenn es um Makel geht, die uns von der Norm trennen. Und mal ehrlich, jeder von uns hat in seinem Leben eine Abweichung von dem, was als normal gilt. Makel und der Kampf damit einen uns. Dabei muss es sich nicht immer um so etwas Offensichtliches, wie eine körperliche Einschränkung handeln. Es kann zum Beispiel auch sein, dass man nicht dem entspricht, was als schön gilt. Oder man hat keinen gesellschaftlich anerkannten Beruf oder befinden sich nicht in dem Lebensabschnitt, in dem man gemäß seines Alters sein sollte. Nicht alle können wir damit so souverän umgehen wie Sir Ken.

Was wir von Sir Ken lernen können, ist, wie man die Aufmerksamkeit auf andere Eigenschaften der Persönlichkeit lenkt, an diesen arbeitet und sie stärkt. Humor ist übrigens eine der sympathischsten Charakterzüge, die es sich zu kultivieren lohnt.
Es ist eine bewusste Entscheidung, sich nicht auf den eigenen Makel zu konzentrieren. Macht man es doch, strapaziert man sein Selbstbewusstsein nur Übergebühr und nimmt sich die Kraft, die Persönlichkeit zu werden, die man sein könnte.
„Don’t let it define you“ ist eine gute Erinnerung daran, dass wir nicht dem Makel die Macht geben sollten, uns zu definieren, sondern dass wir selbst entscheiden, was uns ausmacht und was nicht.

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